TIEF VERWURZELTE FAMILIENTRADITION

Mehr als ein Jahrtausend Weinbautradition hat ihren Einfluss auf Leben, Menschen und Bauten in Ennetbaden ausgeübt. In diesem geschichtsträchtigen Umfeld wurzelt das Weingut Goldwand der Familie Wetzel. Seit 400 Jahren sind Generationen unserer Familie im Weinbau tätig – ein gut behüteter Schatz aus langjähriger Erfahrung, Leidenschaft, Tradition und Fachwissen.

GW21_R1_038.JPG

HEUTE

Nach der Winzerlehre wechselt Roman für seine "Gesellenjahre" auf ein Weingut in die Bündner Herrschaft. Er freut sich auf die Zukunft als Winzer im Familien-Weingut. Auf seine Anregung hin pflanzt die Familie an der Goldwand weitere Flächen mit pilzwiderstandsfähigen Traubensorten.

1997–2020

1997 übernimmt Michael das Weingut. Zusammen mit seiner Frau Barbara dehnt er das Weingut um zusätzlichen Flächen aus und pflanzt neue Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Malbec, Merlot und Cabernet. Den alten Gewölbekeller bauen sie 2008 zum Verkostungs- und Verkaufsraum aus. 2010 erweitern Michael und Barbara das Lager im Weingut und bauen einen grosszügigen Werkhof für den Rebbaubetrieb. 

P1020798.JPG
DSC_0027.JPG

1988

Die älteren Söhne Jürg und Martin Wetzel heiraten und gründen Ihre eigenen Weingüter mit Reben in Gebenstorf und Würenlos. Michael wird Betriebsleiter im elterlichen "Rebgut Goldwand". Die 3 jungen Winzermeister modernisieren in der Folge die Bewirtschaftung der  Rebberge und perfektionieren die Kelterung in enger Zusammenarbeit. Gemeinsam bauen sie zunehmend Weine in Holzfässern aus und lassen Barrique aus lokaler,  selbstgespaltener Eichen fügen. Sie kreieren den Schaumwein "Wetzel Brut" sowie die Rotwein Cuvé "Drei Hoch Drei".

1980

Bruno und Gertrud Wetzel-Minikus erweitern das Weingut mit der Pacht des Rebbergs Goldwand in Rieden und erwerben das Haus "Rebgut Goldwand". Damit krönen die Stammeltern einer grossen Winzerdynastie ihr unermüdliches Schaffen für den Weinbau an der Goldwand. Das ehemalige Haus des Weinbauern und Hoteliers zum Rebstock wird wieder seinem ursprünglichen Zweck als Weingut und Familiensitz zugeführt. Seither ziert es die Etiketten unserer Weine.

Rebgut kompr. zugeschnitten.jpg
GettyImages-1044795490.jpg
Terrassieren.JPG

1971–1982

1971 richten schwere Unwetter in den Rebbergen immense Schwemmschäden an. Die Wassermassen reissen tausende Kubikmeter frisch gejäteten Rebbergboden zu Tale. Bruno Wetzel terrassiert darauf die ganze Goldwand und pflanzt alle Reben neu. Ein Kraftakt für Generationen in nur einem Jahrzehnt. Seine Expertise wird nun stark nachgefragt. Zahlreiche Lehrlinge tragen das an der Goldwand erlernte in alle Weinbauregionen der Schweiz hinaus. Sogar im Piemont gibt es Rebberge, deren Erstellung Bruno Wetzel angeleitet hat.

1950–1971

Bruno Wetzel keltert 1950 als junger Winzer im Elternhaus seinen ersten Wein. Sein Interesse an Innovationen im Rebbau macht ihn schnell zu einem ausgewiesenen Rebbauspezialisten. Durch Zupacht von weiteren Rebflächen kann er den kleinen Betrieb zu einem Existenz sicherenden Mass ausbauen. 1965 wird er von den Badener Ortsbürgern zum Verantwortlichen des Rebgutes und als Kellermeister der Spitaltrotte in Ennetbaden gewählt.

Abfüllen_edited.jpg
Rigolen.JPG

1900-1950

Emil Wetzel geb. 1890 (Grossonkel von Michael Wetzel), ist Winzer und fokussiert sich auf die Kelterung. Als Hagelexperte, Selbstkelterer und Rebmeister für das Hotel Hirschen und weitere Rebbergbesitzer hat er den Weinbau der Region Baden über Jahrzehnte geprägt. 1936 beträgt die Rebfläche von Ennetbaden mit 40 ha immerhin das vierfache des heutigen Rebberges. Emil übergibt seine Rebberge in den 1950er Jahren seinem Neffen Bruno Wetzel.

17. Jahrhundert

Im 17 Jahrhundert kommt das Geschlecht der Wetzel's aus dem Elsass nach Baden. Die Stadt sicherte den erfahrenen Winzern eine rebbauliche Existenz zu, unter der Vorraussetzung, dass sie sich hier niederlassen. In der frühen Neuzeit (1450 bis 1650) wurde an hohen Festtagen edler Elsässerwein getrunken. Der Stadtrat zu Baden handelte dabei also nicht uneigennützig, er wollte vielmehr mit diesem Schritt die lokalen Weine verbessern. Heute zeigt sich, dass er dabei ein glückliches Händchen hatte.

historisch.JPG